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Der Konzern der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) berichtet über die ersten drei Quartale 2008: "Die RZB entwickelt sich auch im viel schwieriger gewordenen Marktumfeld solide. Sie hat in den ersten drei Quartalen 2008 ihre gute Position in Österreich und Zentral- und Osteuropa behauptet und damit den erfolgreichen Kurs der vergangenen Jahre fortgesetzt", sagte RZB-Generaldirektor Walter Rothensteiner. Während sich das operative Geschäft weiterhin ausgezeichnet entwickelt, führte die globale Finanzmarktkrise zu negativen Marktbewertungen von Wertpapieren und Finanzinstrumenten sowie zu Wertberichtigungen.
Ausgezeichnete Entwicklung des operativen Geschäfts
"Das operative Geschäft der RZB ist kerngesund und entwickelt sich hervorragend. Deshalb übertrifft das Betriebsergebnis der RZB selbst den Rekordwert des Vorjahres", sagte Rothensteiner. Das Betriebsergebnis stieg in den ersten drei Quartalen 2008 gegenüber dem Vorjahreswert um 26 Prozent auf 1.881 Millionen Euro. Der Anstieg ist insbesondere auf den um 35 Prozent höheren Zinsüberschuss von 2.774 Millionen Euro zurückzuführen. Das Kosten/Ertrags-Verhältnis (Cost/income ratio) verbesserte sich dadurch im Jahresvergleich um 1,8 Prozentpunkte auf 55,1 Prozent.
Folgen der Finanzmarktkrise
Die globale Finanzmarktkrise zeigt auch für die RZB indirekte und direkte Folgen. Die Refinanzierung hat sich verteuert, gleichzeitig kam in Folge der Probleme von Lehman der internationale Geldmarkt fast zum Erliegen. Der negative Effekt der gemäß internationaler Bilanzierungsrichtlinien (IFRS) vorgeschriebenen Marktbewertungen von Wertpapieren und Finanzinstrumenten summiert sich in den ersten neun Monaten 2008 auf 588 Millionen Euro.
Return on Equity vor Steuern 15,2 Prozent
Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise wurden durch die gute Entwicklung aus dem operativen Geschäft wettgemacht. Der in den ersten neun Monaten des Jahres erzielte Periodenüberschuss vor Steuern ist daher lediglich um 18,2 Prozent niedriger als der Vergleichswert vom Vorjahr und beträgt 954 Millionen Euro. In diesem Ergebnis sind Wertberichtigungen in Folge der Finanzmarktkrise bereits enthalten. Die korrespondierende Eigenkapitalrendite, der Return on Equity vor Steuern, liegt bei 15,2 Prozent.
Der Periodenüberschuss nach Steuern sank gegenüber dem Vorjahreswert um 14,5 Prozent auf 776 Millionen Euro. Der Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheitsanteilen (der auf die RZB-Aktionäre entfallende Konzern-Periodenüberschuss) lag mit 403 Millionen Euro 32,2 Prozent unter dem der ersten neun Monate 2007.
Die Kreditrisikovorsorgen stiegen in den ersten neun Monaten 2008 um 71,1 Prozent auf 371,8 Millionen Euro. Das Gros davon wurde in Zentral- und Osteuropa – und zum Teil als Portfoliorisikovorsorge – verbucht.
Der Ergebnisbeitrag der in der Raiffeisen International Bank-Holding AG gebündelten Konzerntöchter in Zentral- und Osteuropa ist aber weiterhin deutlich überproportional. Gleichzeitig setzen sich auch die Erfolge im inländischen Kundengeschäft fort.
Starkes Firmenkundengeschäft
Das österreichische Firmenkundengeschäft der RZB – also das Geschäft mit den von Österreich heraus betreuten nationalen und internationalen Unternehmen – entwickelte sich auch in den ersten drei Quartalen gut. Das Bruttoergebnis der RZB mit diesen Kunden stieg in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreswert um gut 20 Prozent auf 232 Millionen Euro. Die Firmenkunden-Produktpalette in Österreich wurde 2008 insbesondere um Factoring erweitert, das von einer spezialisierten Tochterbank angeboten wird.
Bilanzsumme vor allem im ersten Halbjahr gewachsen
Die Bilanzsumme zum 30. September 2008 stieg gegenüber dem Jahresende 2007 um 17,9 Prozent auf 161,96 Milliarden Euro. Das stärkste Wachstum entfiel dabei auf das erste Halbjahr. Die Bilanzsumme per Ende Juni betrug 159,16 Milliarden Euro.
Die Mitarbeiterzahl (in full-time equivalents) erhöhte sich um 9,4 Prozent auf 67.097. Damit hat die RZB alleine heuer mehr als 5.700 Arbeitsplätze neu geschaffen. Die Geschäftsstellenzahl – die Filialen sind vorwiegend in Zentral- und Osteuropa angesiedelt – erhöhte sich um 4,9 Prozent auf 3.185.
Kapitalerhöhung durchgeführt, Partizipationskapital genehmigt
Per 30. September 2008 betrugen die gesamten Eigenmittel der RZB gemäß Bankwesengesetz 10,6 Milliarden Euro und waren damit um 2,6 Prozent höher als zum Jahresanfang. Das Kernkapital (Tier I) stieg um 4,2 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro an. Die Eigenmittelquote zum Stichtag betrug 8,5 Prozent, die Kernkapitalquote 7,0 Prozent (berechnet auf das Bankbuch).
Sowohl das Vertrauen der Aktionäre in den Kurs der RZB als auch der gute Zusammenhalt in der Raiffeisen Bankengruppe spiegeln sich in der jüngsten Kapitalerhöhung wider. Sie ist die dritte einer 2006 beschlossenen Serie und wurde im November durchgeführt. Alle Aktionäre nahmen an der Kapitalerhöhung teil, wodurch sich das Kernkapital der RZB um weitere 165 Millionen Euro erhöhte.
Darüber hinaus haben am 25. November 2008 außerordentliche Hauptversammlungen der RZB Stamm- und Vorzugsaktionäre den Vorstand der RZB ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zu 2 Milliarden Euro Partizipationskapital zu begeben.
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