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Bankaktiva in CEE mit Rekordwachstum in 2007

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RZB Group CEE Bankenstudie 2008:
Bankaktiva in CEE mit Rekordwachstum in 2007
 
·         Starkes Wachstum der CEE Bankenmärkte 2007 (+31 Prozent)
·         Verlangsamtes Wachstum durch globale Finanzkrise 2008
·         Nachhaltiges langfristiges Wachstumspotenzial
·         Einlagen für die Refinanzierung rücken in den Vordergrund
·         Zwei österreichische Bankenkonzerne unter den Top 3 in CEE
·         Raiffeisen International mit größtem Vertriebsnetz
 
Nach Jahren enorm hoher Wachstumsraten auf den Bankenmärkten in Zentral- und Osteuropa (CEE) pendelt sich das Wachstum nun auf einem moderateren und nachhaltigeren Niveau ein, berichtet die letzte Ausgabe der Bankenstudie, die jährlich von den Analysten der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) und der Raiffeisen Centrobank AG (RCB) erstellt wird.
 
Die CEE Bankenstudie bietet einen detaillierten Überblick über die 16 wichtigsten Bankenmärkte der Region. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde die Region in die Unterregionen Zentraleuropa (CE), Südosteuropa (SEE) und die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) unterteilt.
 
Rekord-Aktivawachstum 2007 trotz globaler Finanzkrise
 
Für das Jahr 2007 wurde in CEE ein Bilanzsummenwachstum von 31 Prozent auf Euro-Basis verglichen mit 2006 verzeichnet. Dabei handelt es sich um den bisher größten absoluten Zuwachs von Bankaktiva. Das Volumen aller Bankenaktiva wuchs um 333 Milliarden Euro auf 1.417 Milliarden Euro, das sind 100 Milliarden Euro mehr als der Zuwachs von 2006. Die Bilanzsummen stiegen in der ersten Hälfte 2008 annualisiert um rund 20 Prozent im Jahresvergleich. Für den Zeitraum von 2008 bis 2013 prognostizieren die Analysten ein jährliches Bilanzsummenwachstum von 15 Prozent. Demgegenüber betrug der Anstieg zwischen 2003 und 2008 noch 26 Prozent p.a. „Trotz niedrigerer Wachstumsraten bleibt CEE eine hochdynamische Region mit sehr guten Aussichten für Expansion und Wohlstand für die kommenden Jahre“, erklärte Walter Demel, Senior Analyst der RZB und CO-Autor der Studie.
 
Banken verlagern ihre Aktiva auf Kundenkredite
 
Angekurbelt durch die boomende Wirtschaft wurde auch im Bereich der Kreditvolumina wurde 2007 im Jahresvergleich ein Rekordwachstum von 42 Prozent auf Eurobasis erzielt. Das Kreditwachstum in SEE und der GUS ist nach wie vor höher als in CE. Die Kredite in den SEE-Ländern erreichten 2007 knapp 48 Prozent des BIP und überholten damit die CE-Länder (45,7 Prozent des BIP), während in der GUS die 40-Prozent-Marke erreicht wurde. „Die Bankenmärkte in CEE haben immer noch einen beachtlichen langfristigen Nachholbedarf. Der Abstand zwischen den CEE-Ländern und der Eurozone bleibt immer noch sehr groß“, führte Demel aus. Klein- und Mittelbetriebe werden das Geschäft mit Firmenkrediten zusätzlich ankurbeln, aber auch die Nachfrage nach Privatkrediten wird auf einem hohen Niveau bleiben.
 
Einlagen rücken in den Vordergrund
 
Das Bilanzsummen- und Kreditwachstum blieb im ganzen Jahr 2007 sehr hoch und konnte sich den Auswirkungen der US-Subprime-Kreditkrise betreffend Zugang und Pricing von externer Refinanzierung zum größten Teil entziehen.
Dennoch hinterließ in der ersten Hälfte von 2008 das Übergreifen der Krise auf andere Teile des Finanzmarktes und der globalen Wirtschaft, sowie im langen Andauern, seine Spuren an der Entwicklung des CEE-Bankensektors. Die globale Finanzkrise führte zu einer andauernd schwierigen Situation bei der Refinanzierung über die Finanzmärkte. Dadurch wurden Einlagen immer wichtiger: Banken mit solidem Kundenstock sind dementsprechend im Vorteil.
 
Obwohl das Einlagenwachstum weiter hinter dem Kreditwachstum liegt, konnte bei Einlagen in Prozent des BIP ein Anstieg in allen CEE-Ländern verzeichnet werden. In SEE schafften es die Banken, das starke Einlagenwachstum der vorigen Jahre beizubehalten. 2007 erreichte es 48 Prozent des BIP, was doppelt so viel ist wie der Vergleichswert aus dem Jahr 2000.
 
Verbesserte Regulationen und der Markteintritt ausländischer Banken hatten auch eine positive Auswirkung auf das Einlagenwachstum in der GUS. Banken wurden immer mehr von externen Refinanzierungsquellen abhängig, deren Verfügbarkeit im Zuge der globalen Finanzkrise stark zurückging. Das führte dazu, dass die Mehrheit der Banken in der GUS auf Einlagen angewiesen ist, um die starke strukturelle Nachfrage nach Krediten refinanzieren zu können. Im Jahr 2007 betrugen die gesamten Einlagen in der GUS knapp 25 Prozent des BIP.
 
Die Loan/Deposit Ratio von fast 104 Prozent in SEE und ungefähr 100 Prozent in CE unterlegt den abnehmenden Überhang von Einlagen in diesen beiden Regionen. Dabei bestehen aber signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. So liegt der Anteil der Gesamteinlagen in Prozent der Gesamtkredite in SEE bei 46 Prozent in Albanien und bei 115 Prozent in Rumänien. In der GUS ist die Situation anders, da die Gesamteinlagen bei weitem nicht reichen um die Gesamtkredite zu decken.
 
Die starke Abhängigkeit des Bankenmarktes in der GUS von Interbankenlinien zur Finanzierung des Kreditwachstums hat sich, vor dem Hintergrund der Verschlechterung der Liquiditätssituation durch die US-Subprime-Krise als problematisch erwiesen. Sogar in Ländern, in denen die Anteile von Krediten und Einlagen näher beieinander liegen, stellt die Refinanzierung der andauernden Kreditnachfrage eine der größten Herausforderungen dar. Die Analysten von RZB und RCB prognostizieren, dass das Kreditvolumen in CEE zwischen 2008 und 2013 um 1.250 Milliarden Euro steigen soll. Das Einlagenvolumen soll im gleichen Zeitraum um nur 950 Milliarden Euro ansteigen. Somit müssten 300 Millionen Euro aus anderen Quellen finanziert werden, der größte Teil davon in der GUS. Dazu kommt, dass ein Teil des Kreditvolumens der letzten Jahre kurzfristig refinanziert wurde. Die Refinanzierung der Kredite wird die Finanzierung zukünftiger Expansionen weiter erschweren.
 
Zwei österreichische Bankkonzerne unter den Top-3 in CEE
 
Unter den, nach Bilanzsumme fünf größten internationalen Banken hat Raiffeisen die Erste Bank überholt und liegt nun, vor allem aufgrund des großen Engagements in der GUS, auf dem zweiten Platz. Beide österreichischen Bankkonzerne (mit einem Marktanteil von jeweils 4,6 Prozent der Gesamtbilanzsumme in CEE) haben es geschafft, den Abstand auf die immer noch führende UniCredit mit einem Markanteil von 6,4 Prozent in CEE zu verringern.
 
“Wir haben auch die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten im Zeitraum von 2002 bis 2007 verglichen um herauszufinden, welche Banken es in den letzen fünf Jahren geschafft haben, ein gleichbleibend hohes Bilanzsummenwachstum zu erzielen. Raiffeisen liegt mit einem durchschnittlichen Bilanzsummenwachstum von etwa 38 Prozent auf dem ersten Platz. Die UniCredit folgt mit 30 Prozent, die Société Générale liegt mit etwa 28 Prozent auf dem dritten Platz“, berichtete Stefan Maxian, Co-Autor und Leiter des Company Research bei der RCB.
 
Der Geschäftsstellenausbau geht weiter – Raiffeisen mit größtem Vertriebsnetz
 
Die Filialnetzwerke der Banken in CEE verzeichneten im Jahr 2007 einen wesentlichen Ausbau. So hatten die vier größten westlichen Banken 2006  9.193 Geschäftsstellen und 10.577 im Jahr 2007 (plus 15 Prozent). Dieser Anstieg reflektiert den starken Wettbewerb auf dem Bankenmarkt in CEE und zeigt außerdem, dass der Markt noch lange nicht gesättigt ist. Mit dem Kauf des Mehrheitsanteils der Rosbank konnte zum Beispiel die Société Générale ihr Netzwerk um 600 Geschäftsstellen und ihre Bilanzsumme um 11,4 Milliarden Euro erweitern. In der Ukraine erwarb die IntesaSanpaolo erst kürzlich die Pravexbank mit einer Bilanzsumme von 783 Millionen Euro und 580 Geschäftsstellen, während die Alpha Bank die Astra Bank mit ihren 50 Filialen übernahm und die Société Générale die Ikar Bank mit 14 Geschäftsstellen kaufte.
 
Die Raiffeisen International hat mit insgesamt 3.077 Geschäftsstellen in 15 Märkten das größte Vertriebsnetz, gefolgt von Italiens UniCredit mit 2.858 Geschäftsstellen in 16 Märkten. Die französische Société Générale belegt mit 2.727 Geschäftsstellen in 14 Ländern Platz 3. 
 
Die CEE Bankenstudie ist unter folgendem Link abrufbar:
http://www.rzb.at/ceebankingreport2008
 
 
Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ist das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs. Sie ist in Österreich als führende Kommerz- und Investmentbank tätig und betrachtet auch Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. Die RZB ist die einzige österreichische Bank mit einem globalen Geschäftsstellennetzwerk, das sich über alle wichtigen Finanzmetropolen der Welt erstreckt. Darüber hinaus ist sie mit Filialen und Repräsentanzen in weiten Teilen Asiens vertreten.
 
Die Raiffeisen Centrobank AG (RCB) ist eine führende österreichische Investmentbank, die das gesamte Spektrum der Dienstleistungen und Produkte rund um Aktien, Derivative und Eigenkapitaltransaktionen in und außerhalb der Börse abdeckt. Mit Unterstützung des Alleinaktionärs, der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, und vor dem Hintergrund des hauseigenen 30-jährigen Know-how ist die RCB in der Lage, ihre Kunden im Wertpapiergeschäft, in allen Kapitalmarktaufgaben und in komplexen internationalen Finanzierungsaufgaben umfassend und kompetent zu beraten und individuelle Lösungen zu entwickeln.
 
Über ihre börsenotierte Tochter Raiffeisen International Bank-Holding AG betreibt die RZB eines der größten Bankennetzwerke in CEE. 17 Märkte der Wachstumsregion Europas werden durch Tochterbanken, Leasingfirmen und eine Reihe anderer Finanzdienstungsunternehmen abgedeckt, in über 3.000 Geschäftsstellen mehr als 14 Millionen Kunden betreut.
 
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Andreas Ecker-Nakamura (+43-1-71 707-2222, andreas.ecker@rzb.at) oder Gregor Bitschnau (+43-1-71 707-1955, gregor.bitschnau@rzb.at).
http://www.rzb.at, http://www.rcb.at, http://www.ri.co.at
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Andreas Ecker-Nakamura
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