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RI erneut mit Rekordergebnis
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Die Raiffeisen International Bank-Holding AG, Teil des Konzerns der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), hat im ersten Halbjahr 2006 ein kräftiges Gewinnwachstum erzielt. Der Konzernperiodenüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) für die ersten sechs Monate belief sich auf € 289,2 Millionen (HJ 2005: € 185,8 Millionen), was einer Steigerung gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von 55,6 Prozent entspricht. Der Periodenüberschuss vor Steuern betrug € 421,0 Millionen (HJ 2005: € 273,3 Millionen, plus 54,0 Prozent), während sich der Periodenüberschuss nach Steuern auf € 333,5 Millionen belief (HJ 2005: € 221,1 Millionen, plus 50,9 Prozent). Der Gewinn je Aktie erhöhte sich um € 0,61 auf € 2,03 (HJ 2005: € 1,42). Alle Zahlen auf Basis internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS). Erneut bestes Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte Im zweiten Quartal 2006 hat die Raiffeisen International mit einem Konzernquartalsüberschuss (nach Steuern und Minderheiten) von € 165,0 Millionen das beste Quartalsergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet. Damit übertraf sie das bis dahin beste Ergebnis aus dem ersten Quartal 2006 von € 124,2 Millionen um 32,9 Prozent. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres belief sich das Ergebnis auf € 93,0 Millionen, was einen Zuwachs auf Jahresbasis von 77,4 Prozent bedeutet. Der Quartalsüberschuss vor Steuern belief sich auf € 227,2 Millionen, was einer Steigerung gegenüber dem ersten Quartal 2006 von € 33,3 Millionen (plus 17,2 Prozent) und gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres eine Steigerung von € 87,2 Millionen (plus 62,3 Prozent) entspricht. Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International, begründete das erneute Rekordergebnis: „Wir haben unsere Wachstumsstrategie vor allem in der GUS und in Südosteuropa konsequent fortgesetzt. Das sehr gute Ergebnis zum Halbjahr bestätigt unsere Positionierung in diesen aussichtsreichen Märkten der Region. Wir profitieren von der Tatsache, dass diese Märkte den größten Nachholbedarf an Finanzprodukten aufweisen und wir früher als andere Banken begonnen haben, diese Nachfrage zu bedienen. Das trifft insbesondere auf das Retail Banking zu, das einen Ergebniszuwachs von mehr als 120 Prozent aufweist." Im ersten Halbjahr 2006 erwarb die Raiffeisen International die JSC Impexbank in Russland und stieg damit zur größten internationalen Bankengruppe im wachstumsstarken russischen Markt mit mehr als 140 Millionen Einwohnern auf. Die Impexbank wurde mit 1. Mai 2006 erstmals in den Konzern konsolidiert. Ende Juli erfolgte die Bekanntgabe der Übernahme der eBanka, a.s., mit der die Raiffeisen International ihre Kundenbasis in der Tschechischen Republik um mehr als 70 Prozent auf rund 300.000 erhöhen wird. Der rechtsgültige Abschluss (Closing) der Übernahme wird in den nächsten Monaten erwartet. Kundengeschäft stärkt das operative Ergebnis "Grundpfeiler unserer erfolgreichen Halbjahresbilanz sind die starken Zuwächse im kundenbezogenen Zins- und Provisionsgeschäft. Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, da es sich dabei um nachhaltige Erträge handelt", resümiert Martin Grüll, CFO der Raiffeisen International. Die Betriebserträge stiegen dadurch um 53,4 Prozent auf € 1.285,8 Millionen (HJ 2005: € 838,3 Millionen). Weiterhin stärkste Ertragsposition ist der Zinsüberschuss, der nach Kreditrisikovorsorgen um 40,8 Prozent auf € 664,8 Millionen zulegte. Die durchschnittliche Zinsspanne stieg um 21 Basispunkte von 3,48 auf 3,69 Prozent, was primär eine Folge der Expansion in der GUS, die die mit Abstand höchsten Zinsmargen ausweist, ist. Des Weiteren wuchs der Provisionsüberschuss um € 235,3 Millionen oder 130,4 Prozent auf € 415,6 Millionen. Vom Zuwachs stammen € 108 Millionen aus Umschichtungen von kundenspezifischen Spannen bei Devisenkurstransaktionen aus dem Handelsergebnis, sowie € 72 Millionen aus neu konsolidierten Konzerneinheiten. Das Handelsergebnis sank buchungsbedingt um 42,3 Prozent auf € 71,3 Millionen (HJ 2005: € 123,5 Millionen). Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen von 48,1 Prozent auf € 744,2 Millionen wurde durch konsequentes Kostenmanagement trotz der beträchtlichen Investitionen unter dem Wachstum der Betriebserträge (plus 53,4 Prozent) gehalten. Das daraus resultierende Betriebsergebnis stieg um 61,3 Prozent auf € 541,7 Millionen. Die Cost/Income Ratio, die den betrieblichen Aufwand im Verhältnis zu den Betriebserträgen darstellt, verbesserte sich dementsprechend von 61,6 Prozent auf 57,9 Prozent. Bedingt durch die Akquisitionen und die starke Ausweitung des Geschäftsvolumens stiegen die Kreditrisikovorsorgen ausgehend vom niedrigen Vorjahresniveau um 97,2 Prozent auf € 125,0 Millionen. Die Neubildungsquote (Neubildung der Kreditrisikovorsorgen/durchschnittliche Risikoaktiva Bankbuch) erhöhte sich leicht um 0,06 Prozentpunkte auf 0,87 Prozent, während die Risk/Earnings Ratio (Neubildung der Kreditrisikovorsorgen/Zinsüberschuss) sich von niedrigen 13,9 Prozent im Halbjahr 2005 auf 15,8 Prozent veränderte. Volumen weiter ausgeweitet – Bilanzsumme steigt um 14 Prozent Die Raiffeisen International hat die starke Nachfrage nach Bankprodukten in den Märkten Zentral- und Osteuropas konsequent genutzt und ihr Kundengeschäft deutlich ausgeweitet. So wuchsen die Kredite an Kunden gegenüber dem Jahresende 2005 um 17,4 Prozent auf € 29,0 Milliarden, während die Kundeneinlagen ein Wachstum von 12,7 Prozent auf € 28,0 Milliarden aufwiesen. Insgesamt stieg die Bilanzsumme zum Halbjahr 2006 um 13,9 Prozent oder € 5,6 Milliarden auf € 46,3 Milliarden, wobei rund zwei Drittel des Anstiegs auf organisches Wachstum zurückzuführen sind. Robuste Eigenkapitalbasis Das Eigenkapital (inklusive Minderheiten und thesauriertem Gewinn) erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo 2005 um 7,6 Prozent auf € 3.524 Millionen (2005: € 3.277 Millionen). Der Return on Equity (ROE) vor Steuern erhöhte sich deutlich um 3,9 Prozentpunkte auf 25,7 Prozent. Die für die Bewertung der Finanzkraft wichtige Tier 1 Ratio für das Bankbuch liegt bei 7,9 Prozent (2005: 9,0 Prozent). Die Tier 1 Ratio inkl. Marktrisiko liegt bei 7,1 Prozent (2005: 8,0 Prozent) und damit deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestsatz von vier Prozent. Vertriebsnetz weiter ausgebaut, Kundenzahl steigt auf über 11 Millionen "Wir haben auch im ersten Halbjahr 2006 den Filialausbau forciert und unser Distributionsnetz um 78 Geschäftsstellen organisch erweitert.", so Grüll. Hinzu kommen 204 Geschäftsstellen, die durch die Impexbank neu in das Netzwerk eingebracht wurden. Dadurch erhöhte sich die Gesamtzahl an Geschäftsstellen zum Halbjahr 2006 auf 2.725 (2005: 2.443), was einer Steigerung um 282 oder 11,5 Prozent entspricht. Der Mitarbeiterstand hat sich primär durch die Übernahme der Impexbank (5.414 Mitarbeiter) auf 50.513 (2005: 43.614) erhöht. Zum Halbjahr 2006 betreute die Raiffeisen International mit ihrem Bankennetzwerk insgesamt 11,3 Millionen Kunden, was einem Zuwachs gegenüber dem Ultimo 2005 von 1,6 Millionen entspricht. Regional ausgeglichene Ergebnisverteilung Die Raiffeisen International gliedert ihr Geschäft in drei Regionen: Zentraleuropa, Südosteuropa und die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Während aufgrund der unterschiedlichen Marktentwicklungsstadien Zentraleuropa in der Vergangenheit den mit Abstand größten Beitrag zum Geschäftserfolg beisteuerte, ist dieses Verhältnis mittlerweile zwischen den drei Regionen ausbalanciert. Stepic: „Die großen Wachstumsraten in Südosteuropa und der GUS spiegeln sich im regionalen Ergebnis-Mix wider. Wir verdienen mittlerweile in allen drei Regionen etwa gleich viel. Durch die breite Streuung sind wir resistent gegenüber möglichen lokalen Konjunkturschwächen." Das Segment Zentraleuropa (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn) wies für das Halbjahr 2006 einen um 22,9 Prozent erhöhten Periodenüberschuss vor Steuern von € 150,9 Millionen aus (HJ 2005: € 122,7 Millionen). Der Ergebnisbeitrag dieser Region betrug 36 Prozent (HJ 2005: 45 Prozent). Der ROE vor Steuern belief sich auf 21,3 Prozent (HJ 2005: 19,9 Prozent), die Cost/Income Ratio verbesserte sich auf 58,8 Prozent (HJ 2005: 64,4 Prozent). In Südosteuropa (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien) wurde ein Periodenüberschuss vor Steuern € 130,1 Millionen erwirtschaftet, was einen Zuwachs von 47,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (HJ 2005: € 88,1 Millionen) entspricht. Der Ergebnisbeitrag dieser Region betrug 31 Prozent (HJ 2005: 32 Prozent). Der ROE vor Steuern belief sich auf 25,1 Prozent (HJ 2005: 22,6 Prozent), die Cost/Income Ratio verbesserte sich auf 58,3 Prozent (HJ 2005: 62,4 Prozent). In den wachstumskräftigen Ländern der GUS (Belarus, Kasachstan, Russland und Ukraine) hat die Raiffeisen International ihr Vorsteuerergebnis mehr als verdoppelt. Mit einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 140,0 Millionen (HJ 2005: € 62,4 Millionen, plus 124,3 Prozent) betrug der Beitrag dieser Region 33 Prozent (HJ 2005: 23 Prozent). Der ROE vor Steuern betrug 34,1 Prozent (HJ 2005: 32,2 Prozent) und die Cost/Income Ratio 56,5 Prozent (HJ 2005: 42,8 Prozent). Starke Ergebniszuwächse bei Retail Customers Neben der Segmentierung in Regionen gliedert die Raiffeisen International ihr Geschäft auch in Kundensegmente. Das Segment Retail Customers1 verzeichnete im Berichtszeitraum mit 122,1 Prozent den stärksten Gewinnzuwachs und trug mit € 128,4 Millionen (HJ 2005: € 57,8 Millionen) bereits 30 Prozent (HJ 2005: 21 Prozent) zum Vorsteuerergebnis bei. Der ROE vor Steuern verbesserte sich daher deutlich auf 25,1 Prozent (HJ 2005: 17,1 Prozent). Die Cost/Income Ratio sank auf 71,2 Prozent (HJ 2005: 77,7 Prozent). Das Segment Corporate Customers2 weist einen um 53,2 Prozent höheren Periodenüberschuss vor Steuern von € 238,7 Millionen aus (HJ 2005: € 155,8 Millionen) und trug 57 Prozent zum Ergebnis bei (HJ 2005: 57 Prozent). Der ROE vor Steuern erhöhte sich auf 31,5 Prozent (HJ 2005: 27,0 Prozent), die Cost/Income Ratio verbesserte sich auf 35,8 Prozent (HJ 2005: 40,7 Prozent). Das Segment Treasury3 erwirtschaftete einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 95,5 Millionen, was einer Steigerung von 10,5 Prozent entspricht (HJ 2005: € 86,4 Millionen). Der ROE vor Steuern erreichte 35,1 Prozent (HJ 2005: 39,0 Prozent), die Cost/Income Ratio belief sich auf 23,5 Prozent (HJ 2005: 16,0 Prozent). Das Segment Participations and Other4 weist für das erste Halbjahr 2006 einen Fehlbetrag von € 41,6 Millionen aus (HJ 2005: € -- 26,5 Millionen). Beide Segmente trugen gemeinsam 13 Prozent (HJ 2005: 22 Prozent) zum Vorsteuerergebnis bei. Transformation der Bank Aval voll im Plan Am 1. Juni 2006 unterzeichnete die Raiffeisen International mit der ungarischen OTP Bank Ltd. einen Vertrag über den Verkauf der JSCB Raiffeisenbank Ukraine. Das Closing der Transaktion steht noch aus, und der Verkaufserlös in Höhe von € 650 Millionen ist im vorliegenden Ergebnis noch nicht enthalten. Die im Oktober 2005 erworbene JSPP Bank Aval wurde zum ersten Mal für einen vollen Berichtszeitraum in das Konzernergebnis konsolidiert. Die Maßnahmen zur Transformation der Bank Aval, das ist die vollständige Integration (Anpassung der Systeme, Implementierung konzerneinheitlicher Standards) in den Konzern, liegen voll im Plan. Diese ist mit 1.342 Geschäftsstellen eine der führenden Retailbanken der Ukraine. Durch den Verkauf der Raiffeisenbank Ukraine entfallen die Kosten für die ansonsten notwendige Zusammenführung mit der Bank Aval an. Weiters wird der Transformationsprozess der Bank Aval beschleunigt. Der Markenname Raiffeisen war nicht Teil der Transaktion, sondern wird Bestandteil des Namens der bisherigen Bank Aval. Diese wird in Zukunft unter Raiffeisen Bank Aval firmieren. Nachdem die Raiffeisen International beim Privatisierungsverfahren der rumänischen Casa de Economii si Consemnatiuni (CEC) nicht mehr mitbietet, wird sie sich voll auf das organische Wachstum der Raiffeisen Bank S.A. konzentrieren. Diese ist mit einer Bilanzsumme von € 3.193 Millionen und rund 8 Prozent Marktanteil die drittgrößte Bank in Rumänien. Bis zum Jahresende 2008 soll ihr aus 227 Geschäftsstellen bestehendes Vertriebsnetz auf 350 Filialen ausgeweitet werden. Ausblick 2006 Das Management erwartet mittelfristig ein starkes Ertragswachstum in der GUS, insbesondere in der Ukraine und in Russland. Kurzfristig werden die akquisitionsbedingten Restrukturierungsmaßnahmen (Bank Aval und Impexbank) allerdings das Ergebnis belasten. Das Geschäftspotenzial in Südosteuropa wird weiterhin optimistisch eingeschätzt, allerdings wegen der von den Aufsichtsbehörden gesetzten Restriktionen betreffend das Kreditwachstum etwas zurückhaltender. In Zentraleuropa wird sich das Unternehmen neben dem traditionellen Geschäft zunehmend auf das schnell wachsende Segment der Asset-Management- und Versicherungsprodukte konzentrieren. Bis 2008 erwartet das Management ein jährliches Bilanzsummenwachstum von mindestens 20 Prozent. Die stärksten Zuwächse werden in der GUS, auch wegen der dort getätigten Akquisitionen, gesehen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den vergangenen Monaten geht das Management nunmehr von einem Konzernjahresüberschuss von mindestens € 500 Millionen – ohne Berücksichtigung des Verkaufserlöses der Raiffeisenbank Ukraine – für 2006 aus. 1 Das Segment Retail Customers umfasst das Geschäft mit Privatpersonen, selbständig Erwerbstätigen sowie Klein- und Mittelbetrieben mit einem Jahresumsatz von in der Regel weniger als € 5 Millionen. 2 Das Segment Corporate Customers erfasst die Geschäftstätigkeit mit mittleren und großen Unternehmen aus Zentral- und Osteuropa, aber auch mit Unternehmen aus anderen Ländern, insbesondere multinationalen Konzernen, die in der Region tätig sind. 3 Das Segment Treasury umfasst den Eigenhandel mit bilanz- und außerbilanzmäßigen Zins- bzw. Kursprodukten sowie das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. 4 Im Segment Participations and Other sind alle nicht bankspezifischen Aktivitäten inklusive der Refinanzierung und der Verwaltung der Beteiligungen enthalten. Wien, 10. August 2006 |
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Konzernperiodenüberschuss steigt zum Halbjahr 2006 um 56 Prozent auf € 289 Millionen. Return on Equity auf 25,7 Prozent signifikant verbessert. Cost/Income Ratio sinkt auf 57,9 Prozent. Gezielte Erweiterung des Netzwerkes durch Übernahmen der Impexbank in Russland und der eBanka in der Tschechischen Republik. Geschäftssegment Retail Customers mit deutlich höherem Ergebnisbeitrag von 30 Prozent. Hohe Ergebniszuwächse in Südosteuropa und der GUS.