Kontakt

Raiffeisen Zentralbank
Österreich AG

Am Stadtpark 9
A-1030 Wien

Telefon: +43-1-71707-0 Fax: +43-1-71707-1715
RZB - die Kommerzbank

zurück

Die starke Basis für einen erfolgreichen Konzern

RZB will weiter Marktanteile im Firmenkundengeschäft gewinnen. Exportkreditvolumen um 57 Prozent auf fast € 3 Milliarden gewachsen. Anzahl der Deals in Zentral- und Osteuropa verdoppelt. Immobilienfinanzierungen sprunghaft angestiegen.

Das Kommerzkundengeschäft ist das Rückgrat der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Dieses Segment der RZB umfasst die Top-1.000 Unternehmen Österreichs, multinationale Konzerne sowie mittlere und große Unternehmen in Zentral- und Osteuropa (CEE). „Bereits jetzt ist die RZB Hausbank für jedes vierte österreichische Großunternehmen. Bis 2010 wollen wir diesen Anteil auf 40 Prozent erhöhen", beschrieb Karl Sevelda, Firmenkundenvorstand der RZB, die Ziele im Firmenkundengeschäft. „Besonders wichtig ist dabei für uns das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa. Es soll kein österreichisches Unternehmen geben, das an der RZB vorbeigeht, wenn es in der Region Geschäfte macht."

Der Anteil des Kommerzkundengeschäfts der RZB erreichte im vergangenen Jahr 48 Prozent vom Jahresüberschuss vor Steuern. „Diese Zahl unterstreicht deutlich, dass das Firmenkundengeschäft der wichtigste Ergebnisträger der RZB ist," so Sevelda bei der Vorstellung der Kernbereiche des Kommerzkundengeschäfts.

Gefördere Exportfinanzierung: plus 141 Prozent in 5 Jahren

Die Finanzierung des Exportgeschäfts für international tätige Unternehmen ist eine der zentralen Aufgaben der RZB. Hier schlägt besonders die Stärke der RZB in CEE durch. Lag das über die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) finanzierte Kreditvolumen im Jahr 2000 noch bei € 1.238 Millionen, so stieg es im vergangen Jahr auf € 2.990 Millionen. Damit verzeichnete die RZB allein in der Exportfinanzierung im abgelaufenen Jahr eine Steigerung um 57 Prozent.

Noch signifikanter war der Zuwachs bei den Neuabschlüssen: Innerhalb des letzten Jahres gab es eine Steigerung um 120 Prozent (2004: € 845 Millionen; 2005: € 1.855 Millionen). „Besonders freut mich der Zugewinn von Marktanteilen: Bei den von der OeKB gedeckten Exporten steigerte die RZB ihren Refinanzierungsanteil am österreichischen Bankenmarkt von 9,4 auf 15 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um 5,6 Prozentpunkte", sagte Sevelda.

20 Millionen Tonnen Rohöl finanziert

Ein oft unbemerkt im Hintergrund agierender Bereich des Firmenkundengeschäfts ist der Handel mit Rohstoffen. „Eine Gruppe von rund 20 Mitarbeitern in Wien und New York finanzierte im letzten Jahr Rohöl im Ausmaß des Dreifachen des österreichischen Importvolumens. Oder anders ausgedrückt, das Fassungsvermögen eines Güterzuges, der sechsmal die Strecke Wien – Paris (6.600 km) ausmacht", rechnete Karl Sevelda die Leistungen vor. Gleichzeitig baute die RZB ihre Präsenz am Rohstoffmarkt in CEE weiter aus. Vor allem Kupferfinanzierungen – durchgeführt gemeinsam mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) – sind ein stark wachsender Markt für die nächsten Jahre.

Syndizierung einer US$ 800 Millionen-Übernahme

Die RZB erhielt vor kurzem das Mandat für die Syndizierung des US$ 800 Millionen-Kredits für die Übernahme der russischen Supermarktkette Pyaterochka. Die Supermarktkette verfügt derzeit über 870 Geschäfte in Russland und der Ukraine. Diese Transaktion ist eine der größten mit Fremdkapital finanzierten Akquisitionen außerhalb des Öl- und Gassektors in Russland. Gemeinsam mit anderen Banken agiert die RZB als Mandated Lead Arranger und Bookrunner.

Projektfinanzierung in CEE

Die RZB ist seit dem Jahr 2005 weltweit der mit Abstand führende Kofinanzierungspartner der EBRD. Auch die Zahlen des ersten Quartals 2006 bestätigen diese Position. 2005 wickelte der Bereich Projektfinanzierung 38 Transaktionen mit einem Konsortialanteil von € 656,6 Millionen ab, wobei 11 Projekte gemeinsam mit der EBRD umgesetzt wurden.

„Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs brachten Immobilienprojekte die ersten großen Aufträge in CEE. Mitte der 90er-Jahre kam die Entwicklung von GSM-Netzen hinzu, als dritte Welle der Bereich Nahrungsmittel und seit kurzem ist vor allem ein starker Zuwachs bei Projekten betreffend erneuerbare Energie zu bemerken", beschrieb Sevelda die Entwicklung in der Projektfinanzierung der letzten 15 Jahre.

Boomender Markt bei Immobilien

In der Immobilienfinanzierung finanzierte die RZB im abgelaufenen Jahr € 1,2 Milliarden. In Summe wurden 2005 von der RZB Büro-, Retail- und Hotelflächen mit einer Nettonutzfläche von rund 650.000m2 sowie 4.300 Garagen- und Stellplätze finanziert.

Die Immobilienfinanzierer der RZB sind nicht nur in Österreich aktiv, sondern in ganz Europa. So arrangierte die RZB gemeinsam mit ihrer tschechischen Tochter Raiffeisenbank a.s. die Finanzierung über € 71,5 Millionen für den mit 27 Stockwerken höchsten Büroturm Prags. In Deutschland wurde ein ganzes Immobilienpaket in Höhe von € 300 Millionen verwirklicht und in Moskau finanzierte Raiffeisen das deutsch-russische Mittelstandshaus mit Gesamtinvestitionen von € 49,3 Millionen.

Stark gestiegen ist im letzten Jahr auch das Interesse österreichischer Investoren am deutschen Immobilienmarkt. Mit Schwergewicht auf die Städte Leipzig, Berlin und Dresden finanzierte die RZB österreichische Investitionen in Wohn- und Gewerbeimmobilien mit einem Volumen von € 560 Millionen.

Akkreditive mit enormem Wachstum

Das Gesamtvolumen bei Akkreditivgeschäften ist 2005 im Vergleich zu 2004 um 42 Prozent auf € 12,3 Milliarden gestiegen. Gleichzeitig ist auch das Volumen der Öl-Akkreditive um zwei Drittel auf € 10,1 Milliarden gewachsen. „Der Bereich Akkreditive ist ein von der breiten Öffentlichkeit oft nicht wahrgenommenes Kernsegment einer Kommerzbank. Die hohen Umsatzzahlen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig dieses Angebot für die Absicherung im Außenhandel ist", betonte Sevelda.

Die RZB ist das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs. Sie ist in Österreich als führende Kommerz- und Investmentbank tätig und betrachtet auch CEE als ihren Heimmarkt. Über ihre börsenotierte Tochter Raiffeisen International Bank-Holding AG betreibt sie eines der führenden Bankennetzwerke in CEE mit Tochterbanken und Leasingfirmen in 16 Märkten. Über mehr als 2.500 Geschäftsstellen betreut die Raiffeisen International zehn Millionen Kunden. Repräsentanzen in Litauen und Moldawien ergänzen die regionale Präsenz.

Presseinformation, Wien 11. Mai 2006

Kontakt
Andreas Ecker-Nakamura
Head of Public Relations
A A ASchriftgröße Home 10. Februar 2012 05:32 © RZB