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Leasing-Verbriefung in Polen
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RZB-Konzern schließt größte Leasing-Verbriefungstransaktion in Zentral- und Osteuropa ab Die Raiffeisen Leasing Polska S.A. (Raiffeisen Leasing), die polnische Leasinggesellschaft der zum RZB-Konzern zählenden Raiffeisen International Bank-Holding AG (Raiffeisen International), hat eine Verbriefungstransaktion für Fahrzeugleasingforderungen im Volumen von PLN 640 Millionen (ca. EUR 167 Millionen) abgeschlossen. Die Transaktion ist die erste dieser Art in Polen, eine der größten jemals abgeschlossenen Verbriefungen in Zentral- und Osteuropa (CEE) und bislang die größte osteuropäische im Leasingsegment. Sie verbrieft die Cash Flows von mehr als 10.000 Leasingverträgen mit polnischen Klein- und Mittelbetrieben (KMU) und weist eine durchschnittliche Laufzeit von rund vier Jahren auf. Die Struktur wurde von State Street Global Markets LLC und der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) gemeinsam arrangiert und umgesetzt. Attraktives Instrument für Investoren Verbriefungen (Securitisations) stellen eine besonders effiziente Form der Refinanzierung und Platzierung von Risiken aus Krediten oder Leasingverträgen auf Basis kompletter Portfolios an Kapitalmarkt-Investoren dar. Verbriefungstransaktionen werden weltweit von zahlreichen Banken, Leasinggesellschaften und anderen größeren Institutionen mit dem Ziel eingesetzt, einerseits günstige Refinanzierungsmöglichkeiten zu nutzen und andererseits Portfolio-Risiken mit anderen Parteien zu teilen. „Verbriefungstransaktionen sind ein wichtiges Instrument zur Unterstützung unseres Wachstums in Zentral- und Osteuropa", betonte Herbert Stepic, CEO der Raiffeisen International. „Neben zahlreichen anderen Vorteilen, wie beispielsweise der Verbreiterung unserer Refinanzierungsbasis, liegt unser Hauptaugenmerk auf der Risikoabsicherung unserer Kredit- und Leasing-Portfolios." Im Rahmen der abgeschlossenen Transaktion transferiert die Raiffeisen Leasing ein Portfolio von Fahrzeugleasingverträgen an die Firma ROOF Poland sp.z.o.o. (ROOF), einer speziell zu diesem Zweck gegründeten polnischen Gesellschaft. Die ROOF refinanziert den Ankauf des Portfolios durch die Emission von Wertpapieren in unterschiedlichen Klassen. Die jeweiligen Klassen erhalten Zahlungen ausschließlich aus dem Portfolio und nach einer vereinbarten Rangordnung zugeteilt. Die Raiffeisen Leasing haftet dabei nicht für die Bedienung dieser Wertpapiere. Zugang zu günstigen Konditionen Für die Kundenseite ändert sich durch die Verbriefung nichts, da die Administration weiterhin beim lokalen Partner (in diesem Fall Raiffeisen Leasing) bleibt. Allerdings können die Kunden bei Einbindung supranationaler Institutionen (in diesem Fall Europäische Investitionsbank, EIB) von den günstigen Konditionen profitieren, die diese Institutionen anbieten. „Diese Transaktion ist ein Teil der Strategie der RZB, Kreditrisiken direkt an entsprechende Investoren zu platzieren und dadurch die Bilanz des Konzerns zu entlasten", meinte Karl Sevelda, der als RZB-Vorstand unter anderem für den Bereich Corporate Finance verantwortlich zeichnet, dazu. „Verbriefungen ermöglichen uns, das Geschäft mit Privatkunden und Klein- und Mittelbetrieben in der Region zügig auszubauen und gleichzeitig das daraus resultierende Risiko mit institutionellen Investoren zu teilen. Diese wiederum erhalten über standardisierte Produkte Zugang zu den Wachstumsmärkten der Region. Wir können dieses Instrument auch anderen Kreditinstituten zur Verfügung stellen, die eine entsprechende Risikoabsicherung suchen", fügte er hinzu. „Wir haben uns gefreut, diese Transaktion als neutraler Partner gemeinsam mit der RZB zu arrangieren und unseren einzigartigen Zugang zu institutionellen Investoren zur Verfügung stellen zu können", betonte Charles Hindmarsh, Executive Vice President von State Street Corporation. Die Finanzierung der Transaktion für die ROOF wird durch die nachfolgenden Institutionen (in der Reihenfolge der Rangordnung) dargestellt: Im obersten Rang (Senior Note) erfolgt die Finanzierung durch Galleon Capital LLC, einem von State Street verwalteten Asset Backed Commercial Paper Conduit, sowie durch die EIB. Der Europäische Investitionsfonds (EIF) garantiert die Mezzanine Notes, die ebenfalls von Galleon gekauft wurden. Der Junior Loan wird durch Bank Winter & Co AG zur Verfügung gestellt. Durch ihre Beteiligung fördern die EIB und die EIF die Finanzierung von KMU im Rahmen der Förderstrategie der Europäischen Union. Die Parteien wurden durch Freshfields Bruckhaus Deringer als Transaktions-Anwalt, durch Wierzbowski Eversheds als polnischem Anwalt sowie durch Price Waterhouse Coopers in steuerlichen Fragen beraten. Die Raiffeisen International betreibt eines der führenden Bankennetzwerke in Zentral- und Osteuropa mit 16 Tochterbanken und zahlreichen Leasinggesellschaften in 16 Märkten. 9,2 Millionen Kunden werden in rund 2.400 Geschäftsstellen betreut. Die Raiffeisen International ist eine voll konsolidierte Tochter der RZB. Die RZB hält 70 Prozent der Aktien, der Rest befindet sich im Streubesitz. Die Aktien notieren an der Wiener Börse. Die RZB ist eine führende Kommerz- und Investmentbank und das Spitzeninstitut der österreichischen Raiffeisen Bankengruppe, der stärksten Bankengruppe des Landes. Die Raiffeisen-Leasing Polska ist die drittgrößte Leasinggesellschaft im Fahrzeug-Neugeschäft in Polen. Sie ist seit 1998 in Polen in den Bereichen KFZ-, Mobilien- und Immobilienleasing aktiv. Das Neugeschäftsvolumen im Jahr 2005 belief sich auf PLN 1,44 Milliarden (EUR 375 Millionen), die Bilanzsumme erreichte zum Jahresende 2005 rund PLN 1,99 Milliarden (EUR 515 Millionen) State Street Global Markets ist Teil von State Street Corporation, dem weltweit führenden Spezialisten bei anspruchsvollen Dienstleistungen für global investierende Anleger. State Street Global Markets bietet spezialisiertes Investment Research sowie den Handel mit Devisen, Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Derivaten sowie strukturierte Produkte und Kapitalmarktfinanzierungen an. Das Ziel des Unternehmens ist es, den Wert der Portfolios von Asset Managern und institutionellen Anlegern zu erhalten und zu steigern. Die einzigartige Positionierung an der Schnittstelle der internationalen Märkte ermöglicht die Schaffung und Freisetzung von Wertpotenzial für Kunden durch originären Flow-Research, innovative Portfoliostrategien, Transaktionsprozessoptimierung und weltweite Vernetzung über zahlreiche Asset-Klassen und Märkte. Bank Winter & Co AG ist eine im Privatbesitz stehende Bank mit Sitz in Wien. Die Bank weist insgesamt Aktiva von EUR 2.050 Millionen und ein Eigenkapital von EUR 151 Millionen aus. Bank Winter weist eine lange Erfahrung im Geschäft mit Zentral- und Osteuropa auf und konzentriert sich dabei auf Handelsfinanzierungen und andere Nischenprodukte. Freshfields Bruckhaus Deringer ist eine der weltgrößten Anwaltskanzleien mit Büros in 28 Städten in aller Welt. Ihre Klienten umfassen wichtige Finanzinstitutionen, Emittenten, Investoren, Versicherungsgesellschaften, Ratingagenturen und andere Marktteilnehmer. Freshfields Bruckhaus Deringer bietet eine Kombination aus lokalem und internationalem Fachwissen durch sein internationales Netzwerk von Büros und war an einer Reihe der wichtigsten Verbriefungstransaktionen in Europa sowie an vielen bedeutenden Transaktionen in Asien und den Vereinigten Staaten beteiligt.
Wien, 24. Februar 2006 |
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