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RI übernimmt Impexbank
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Starke Retailbank mit landesweitem Filialnetz. Aufstieg zur größten internationalen Bankengruppe in Russland. Konsequenter Fokus auf wachstumsstarke Märkte.Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (Raiffeisen International) übernimmt 100 Prozent der russischen JSC Impexbank vorbehaltlich der Zustimmung der Central Bank of Russia und relevanter Wettbewerbsbehörden in Russland und Österreich. Ein entsprechender Vertrag wurde gestern Nacht in Wien unterzeichnet. Diese Akquisition bedeutet eine Beschleunigung der bestehenden Retail-Strategie der Raiffeisen International in Russland. Die zum RZB-Konzern gehörende Raiffeisen International steigt damit zur größten internationalen Bankengruppe in Russland auf. Erfolgreiche Retailbank mit starkem landesweitem Filialnetz Die Impexbank wurde 1993 gegründet und steht im Eigentum von sieben russischen Gesellschaften. Sie ist primär auf die Betreuung von Privatkunden und Klein- und Mittelbetrieben (KMU) ausgerichtet, die sie über ihr landesweites Netz von rund 190 Filialen und Büros sowie 350 Vertriebsstellen betreut. Zum 30. Juni 2005 wies die Impexbank eine Bilanzsumme von € 1,2 Milliarden und einen Periodenüberschuss nach Steuern von € 9,0 Millionen aus und beschäftigte 4.320 Angestellte. „Die Akquisition verstärkt unsere Schlagkraft im Markt substantiell, sowohl regional als auch bei unseren Ziel-Kundengruppen. Die starke regionale Präsenz der Impexbank in Russland ersetzt unsere ambitionierte Filialexpansion, die wir letztes Jahr gestartet haben. Wir können unsere Ressourcen nun voll auf die Gewinnung neuer Privatkunden und KMU im ganzen Land konzentrieren", so Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen International. Kaufpreis im Bereich von maximal USD 550 Millionen Die Raiffeisen International wird den Kaufpreis in zwei Tranchen bezahlen. Die erste Tranche von bis zu USD 500 Millionen wird nach Vorlage des testierten Jahresabschlusses 2005 fällig. Die zweite Tranche von bis zu USD 50 Millionen ist nach Vorlage des testierten Jahresabschlusses 2006 zahlbar. Daraus ergibt sich ein maximaler Kaufpreis von USD 550 Millionen (plus einer möglichen Preisanpassung resultierend aus der Neubewertung einer Immobilie) für die vollständige Übernahme der Impexbank. „Die Akquisition ist aufgrund der geringen Überschneidung der Filialnetze nicht nur kommerziell, sondern auch strategisch sehr wertvoll für uns. Wir ersparen uns mindestens vier Jahre gegenüber einem entsprechenden organischen Ausbau unserer Filialpräsenz in Russland", ergänzte Martin Grüll, CFO der Raiffeisen International. Konsequenter Fokus auf Hochwachstumsmärkte Der russische Bankenmarkt ist der mit Abstand größte in CEE. Allein von Jänner bis Oktober 2005 wuchs er auf Euro-Basis um 39 Prozent und erreichte eine Gesamtbilanzsumme von € 263 Milliarden. Ein Vergleich zur Gesamtwirtschaftsleistung des Landes zeigt das nach wie vor bestehende große Wachstumspotenzial. Während in den neuen EU-Ländern Zentraleuropas Ende 2004 die gesamten Bankaktiva 78,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachten, waren es in Russland nur 42,5 Prozent. Insbesondere das Geschäft mit Privatkunden sowie KMU verzeichnet große Wachstumsraten. Größte internationale Bankengruppe in Russland Mit der Übernahme der Impexbank steigt die Raiffeisen International zur größten internationalen Bankengruppe in Russland auf. Gemeinsam bilden die Raiffeisenbank und die Impexbank die siebtgrößte Bank in diesem Markt von 143 Millionen Einwohnern. Der russische Bankenmarkt ist sowohl hoch konzentriert als auch sehr fragmentiert. Mehr als 1.500 Banken sind in Russland zugelassen, wobei die fünf größten Banken 46,9 Prozent der gesamten Aktiva zum Jahresende 2004 auf sich vereinigten. Die Raiffeisen International ist bereits seit 1997 durch die ZAO Raiffeisenbank Austria in Russland vertreten. Die Raiffeisenbank wies zum 30. Juni 2005 eine Bilanzsumme von € 3,0 Milliarden aus und war damit die zehntgrößte Bank des Landes. Zum gleichen Zeitpunkt beschäftigte sie 1.312 Angestellte in 23 Geschäftsstellen. Die Raiffeisenbank hat den russischen Finanzierungsmarkt vor allem durch eine Anzahl von Debüt-Transaktionen geprägt. So war der Kredit über RUB 1,5 Milliarden (ca. € 42,5 Millionen) an das führende russische Einzelhandelsunternehmen Pyaterochka die erste unbesicherte Transaktion in Lokalwährung an ein nichtstaatliches Unternehmen. Das Finanzmagazin Global Finance zeichnete sie (wie auch bereits 2003) mit dem Titel „Bester Syndicated Loans Arranger in Russland" aus. Die Ausweitung der regionalen Präsenz nach Ekaterinburg, Novosibirsk und Samara brachte der Raiffeisenbank zahlreiche Neukunden in den Segmenten Corporate und Retail Banking. Im Letzteren wurde die Kundenanzahl auf mehr als 200.000 gesteigert und damit fast verdoppelt. Zur Jahresmitte überstieg das Konsumentenkreditportfolio USD 500 Millionen, per Oktober das der Kundeneinlagen USD 1 Milliarde. 250.000 Debit- bzw. Kreditkarten waren im Oktober im Umlauf. Neunte erfolgreiche Akquisition in knapp sechs Jahren Die Übernahme der Impexbank ist die neunte Akquisition der Raiffeisen International seit dem Jahr 2000. „Wir haben in der Vergangenheit gezeigt und bewiesen, dass wir in der Lage sind, neue Einheiten schnell und reibungslos in den Konzern zu integrieren. Das unterstreicht auch der sehr gut laufende Transformationsprozess der vor nicht einmal einem halben Jahr übernommenen ukrainischen Bank Aval, und das wird auch bei der Impexbank der Fall sein", so Herbert Stepic. * * * * * Die Raiffeisen International betreibt eines der führenden Bankennetzwerke in Zentral- und Osteuropa mit 16 Tochterbanken und zahlreichen Leasinggesellschaften in 16 Märkten. 9,2 Millionen Kunden werden in rund 2.400 Geschäftsstellen betreut. Die Raiffeisen International ist eine voll konsolidierte Tochter der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB). Die RZB hält 70 Prozent der Aktien, der Rest befindet sich im Streubesitz. Die Aktien notieren an der Wiener Börse. Die RZB ist eine führende Kommerz- und Investmentbank und das Spitzeninstitut der österreichischen Raiffeisen Bankengruppe, der stärksten Bankengruppe des Landes. Wien, 1. Februar 2006 |
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